Ehrwürdige Tradition

Vor langer, langer Zeit ...

Die dicken Mauern des Schloss Neuburg – erbaut um 1050 n. Chr. und einst der Regierungssitz der Grafschaft Neuburg – haben über die Jahre hinweg so einiges erlebt.Im ehemaligen Spannungsfeld zwischen Bayern, Österreich und dem Hochstift Passau gelegen, wechselte die Neuburg im Laufe der Geschichte oft die Besitzer, wurde teilweise zerstört und durch einen Brand schwer beschädigt und immer wieder aufgebaut. Nach vielen turbulenten Jahren stand die Neuburg Ende des 20. Jahrhunderts leer und drohte zu verfallen – der Regierungsbezirk Niederbayern, der Landkreis Passau sowie private Pächter führten verschiedene Renovierungs- und Erhaltungsmaßnahmen durch mit dem Ziel das die Burg mit Hoftaferne als internationales Begegnungszentrum für die Universität Passau, als Tagungsstätte für den Kreistag Passau, als Galerie für Künstler aus dem Landkreis und für kulturelle, wissenschaftliche, bildende, gesellschaftliche und private Veranstaltungen dienen kann.

 

Die Hoftaferne:

Gastronomisches Herzstück von Schloss Neuburg. Die Hoftaferne ist seit 1440 das gastronomische Herzstück von Schloss Neuburg – die mächtigen Mauern, der Keller und das G’wölb zeugen noch heute von dieser Zeit.  Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Hoftaferne aufgrund wirtschaftlicher Notwendigkeiten erweitert, so dass wir heute unterschiedlichste Räume – Wirtsstüberl, Hochzeitsstüberl, Künstlerzimmer und diverse Säle – mit ihrem ganz eigenem Charme und Charakter finden. Die Hoftaferne war von Anfang an gesellschaftlicher Mittelpunkt der Grafschaft Neuburg: Ehrenwerte Leute sind hier eingekehrt, haben gesellig gefeiert, geplaudert und das Leben genossen. Aus dieser Tradition heraus wurde die Hoftaferne Ende des 20. Jahrhunderts als Wirtshaus und Restaurant wieder erweckt. Zudem wurde 1996 ein 4 Sterne Hotel in die Vorburg gebaut. Wir freuen uns, die spannende Geschichte der Neuburg ein Stückchen weiterschreiben zu dürfen. 

 

Übrigens: das „f“ in der Hoftaferne ist kein Schreibfehler!

Es bezieht sich auf die Tafernengerechtigkeit des 15. Jahrhunderts. Damals war geregelt, dass sämtliche Hochzeiten, Tauf-, Trauer- und Verlöbnisfeiern in der Taferne stattfinden mussten, da die Hoftaferne eine wichtige Einnahmequelle für die Neuburg war. Ebenso waren die Wirte der Grafschaft verpflichtet, das Bier von der Hoftaferne (der Wirt damals war Braumeister) zu beziehen. Dieses war das Recht der ersten Tafel – und diese schreibt man mit „f“.Wir schreiben Taferne also nicht ferkehrt. ;)

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Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag: ab 11:30 Uhr | Am Burgberg 5 | 94127 Neuburg am Inn | Telefon +49 (0) 8507 923120 | infohoftaferne-neuburgde